20. April 2018

Life lately


Große Entscheidungen stehen an im Hause und wie immer gibt es viel zu bedenken (deswegen entsteht dieser Text hier auch gerade 4 Uhr morgens, nachdem ich einsehen musste, daß in der Nacht nicht mehr Schlaf dabei herumkommen wird). Der Mann hat die Möglichkeit eines neuen Weges (und neuer Stadt) im Blick - nur ob es tatsächlich eine Karriere werden könnte, wüßte er frühestens in zwei Jahren.
Mitten in diese chaotische Zeit kommt nochmals die nachdrückliche Aussage meiner Ärztin, daß ich dringend abnehmen muss, und ich versuche es irgendwie in den Vordergrund zu drängen… aber so viele andere Dinge schreien ‚hier‘, daß es schwierig ist, sich richtig zu konzentrieren. Und unter Streß braucht man seine Ablenkungen und Wohlfühlessen.
Das Problem ist wahrscheinlich auch, daß es mir mit meinem Gewicht nicht schlecht geht, ich bin seit Jahren mehr oder weniger stabil, alle meine Sachen passen und ich bin sportlich genug, daß es nicht ungesund aussieht. Doch mit PCO Syndrom ist man quasi wie ein Motor, der mit den exakten Vorgaben arbeiten muss um zu funktionieren (Untergewicht wäre auch keine Option) und es würde mir besser gehen, mit weniger Medikamenten und weniger fortlaufenden Schädigungen (u.a. im Bereich der Insulinresistenz), die durch die Hormonstörung entstehen, wenn ich das irgendwie in den Griff bekommen könnte. Und während ich das theoretisch alles weiß, ist es praktisch leider etwas schwierig umzusetzen - davon tut jetzt auch so direkt nichts weh, was vermutlich viel eher zum Handeln zwingt. Aber ich habe mir dennoch vorgenommen, diesen Monat 1 kg abzunehmen (und hoffentlich den nächsten Monat wieder 1 kg).
Freude macht mir dagegen das derzeitige Sommerwetter, auch wenn es natürlich zu viel Sommer für den April ist und sich die warmen Temperaturen nicht lange werden halten können. Ich versuche mich so viel wie nur möglich draußen aufzuhalten; und auch die Katzen genießen den Beginn der Gartensaison. 

12. April 2018

Radtour: Rhein und Main

Schiersteiner Hafen
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Mainz Kastel

Am Wochenende wanderten wir zum ersten Mal in diesem Jahr wieder an der Nahe entlang, diesen Wanderweg habe ich bereits hier: Link, beschrieben und in den Sonntagssachen auf Teodeco finden sich aktuelle Fotos. 
Gestern nun nutzte ich einen Arztbesuch in Wiesbaden um mein Fahrrad mitzunehmen und gleich nach dem Termin ging es mit dem Zug bis Wiesbaden Schierstein. Dort sollte meine Fahrradtour nach Mainz Kastel beginnen. Zuerst nieselte es noch, und in meiner Regenjacke war es im kalten Wind etwas ungemütlich, aber mir wurde bald warm und das Wetter immer besser.


Zuerst ging es zum Schiersteiner Hafen, über die Brücke auf dem Hafenweg entlang, so daß man nach links auf den Hafen und nach rechts auf den Rhein schauen konnte. 
Bald darauf waren die Biebricher Wiesen und der Uferweg erreicht, ich fuhr am Schloß vorbei (Link) und machte eine kurze Pause an der Hafenpromenade.
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Danach ging es weiter nach Amöneburg mit den Dykerhoff Zementwerken, wo die Uferpromenade nicht weiterführte und man kurzfristig auf die Straße ausweichen musste. 


Angesichts der alten wunderschönen, und sehr verdreckten Ziegelgebäude direkt am Rhein denkt man unwillkürlich an eine Umnutzung: Kunstgalerien, Ateliers, eine kleine Brauerei und Wohnungen würden so viel besser an diesen Ort passen.
Sobald man Mainz Kastel erreicht, ging es aber wieder am Rhein entlang, jetzt mit Blick auf die Mainzer Stadtkulisse am anderen Ufer. 


Eigentlich hatte ich damit mein Ziel, den Rheinstrand in Kastel erreicht, aber es war viel näher an Schierstein, als ich vermutet hatte und deswegen ging es weiter.
Hinter der alten Festung musste man eine Brücke überqueren und befand sich dann auf der Maaraue, von der aus man den Zusammenfluß von Main und Rhein erreicht.

Mainmündung in den Rhein


Kurz darauf führte der Mainradweg (auf dem ich mich mittlerweile befand) an Mainz Kostheim vorbei - trotz des irreführenden Namens, einem weiteren Stadtteil von Wiesbaden. 
Kostheim hatte einst große Papierfabriken - eine Recyclingfirma und Toilettenpapier-Hersteller sind geblieben. Außerdem gibt es dort einen Aussichtsturm, der garantiert sicher vor Brandstiftern ist, er besteht nämlich komplett aus Metall.


Für mich war es eine Überwindung hochzusteigen, weil man durch die Gitter der Stufen ständig nach unten sehen konnte und es schwankte auch etwas, aber ich habe es geschafft :) Seltsam, daß der Rückweg nach unten danach immer ganz leicht ist.
In Kostheim fand ich außerdem einen Wegweiser: Hochheim am Main 4,5 km. 
Nach Hochheim (der von Frankfurt nächstgelegenen Weinstadt) wollte ich ohnehin schon seit langem, also los.
Es ging weiter am Main entlang, bis man den kleinen Ortsteil von Hochheim erreicht, der sich um den Bahnhof herum befindet. Der eigentliche Ort liegt jedoch hoch (natürlich) über dem Main.


Zuerst fährt (bzw. in meinem Fall schiebt, die strahlende Sonne war wunderschön, knallte mir aber ganz schön auf den Schädel) man durch die Weinberge hoch zum Stadttor / Küsterhaus neben der Kirche. 


Schilder am Weg erklären dabei einiges zum Weinbau, dem Boden und der besten Hochheimer Lage, dem Domdechaney: Einst gehörte Hochheim, wie auch das benachbarte Flörsheim, den Mainzer Bischöfen und wurde von einem Domdekan verwaltet. 
Einer dieser Dekane erkannte 1685, daß das windgeschützte Sumpfland unter der Stadt sich eigentlich perfekt zum Weinanbau eignen würde, wenn es nur eben kein Sumpfland wäre. Also wurde es trockengelegt und aufgefüllt, so daß ein Weinberg entstand, der heutzutage zu den Spitzenlagen des Rheingaus gezählt wird.


In Hochheim selbst fand ich dann ein Weingut neben dem nächsten; und wie es in den Weinorten unter der Woche üblich ist, waren alle geschlossen. 
Es gab mehrere offene Restaurants, Bäckereien und Supermärkte, man musste also weder verhungern noch verdursten - aber man konnte keinen Hochheimer Wein kaufen. Zum Glück fand ich in der Stadt einen Mode/Weinladen, der geöffnet war und konnte immerhin eine kleine Weinschorle bestellen. Zum Flaschenkauf muss ich wohl an einem Wochenende wiederkommen.


Nach einem kurzen Stadtrundgang, mit tollen Ausblicken auf Weinberge und Main-Ebene, fuhr ich zurück zum Bahnhof (Weinberg herunter fahren, geht ganz schnell^^) und die nächste S-Bahn nahm mich wieder mit nach Frankfurt.
Das war keine lange Tour, vielleicht 17 km, aber für den Tag absolut ausreichend :)

Zu Ostern waren wir außerdem in Holland, und die Artikel zu Alkmaar, Zaanse Schans und Keukenhof kommen garantiert noch, aber angesichts des derzeitigen Sommerwetters konnte ich mich einfach nicht motivieren etwas zum Thema kalt, mit Winterjacke zu schreiben ;) 
 

7. April 2018

Ein sonniger Nachmittag in Darmstadt


Von unserem S-Bahnhof ‚Louisa‘ aus, erreicht man in 19 Minuten mit der S3, die viertgrößte Großstadt Hessens: Darmstadt. Dennoch haben wir es jahrelang nicht dorthin geschafft. Wir wollten immer ins ‚Hessische Landesmuseum‘ und hatten uns das als ewige Schlechtwetter-Option vorgehalten, nur kam es leider nie zum Besuch.
Als wir an einem (sonnigen) Sonntag vor Ostern, endlich zur Stadterkundung aufbrachen, wussten wir nur das über die Stadt: Der zentrale Platz heißt Luisenplatz; es gibt ein Hundertwasserhaus namens Waldspirale; und die Mathildenhöhe war einst eine Keimzelle des deutschen Jugendstils. Außerdem war Darmstadt einmal neben Kassel auch hessische Residenzstadt, und der Stadtname soll auf gar keinen Fall auf den Teil des menschlichen Körpers zurückzuführen sein, sondern auf altdeutsch irgendetwas mit einem befestigten Tor zu tun haben.
Als wir den Hauptbahnhof erreichten, fiel uns zuerst dessen Größe auf, verglichen an der verhältnismäßig kleinen Stadt konnte der Bahnhof durchaus mit Frankfurt mithalten, war vermutlich sogar größer als der in Hamburg oder Köln. Dann tritt man aus dem Bahnhofsgebäude und befindet sich auf einem riesigen, leeren Bahnhofsvorplatz. Hier wurde einmal richtig großzügig geplant. Auf der vierspurig ausgebauten Rheinstraße ging es dann in die Innenstadt.
In Darmstadt befindet sich u.a. eine TU, die immer dann zitiert wird, wenn es um Fragen der Stadtplanung und Architektur geht, offenbar durften sich die Stadtplaner sehr in ihrer eigenen Stadt austoben. 


Hinter der Kunsthalle, erreichten wir durchgängige Arkadengänge, die bis zum Luisenplatz führten, auf dem sich eine Statue befand: Das Ludwigsmonument, sowie das Kollegiengebäude, aus dem Jahr 1780. Das waren die einzigen alten Strukturen auf diesem Platz, und wir begannen uns ein wenig zu fragen, ob Darmstadt überhaupt eine Altstadt hat.

Das Kollegiengebäude ....
                             ...und das alte Residenzschloß

Auf dem Marktplatz fanden wir dann den weißen Turm und das überraschend große ehemalige Residenzschloß samt Schloßgraben, und vielleicht drei andere Häuser, die etwas älter aussahen, aber eine Altstadt war das auch nicht. Da wir das so ähnlich auch aus Frankfurt kennen, war nun klar, daß die Stadt nicht wie die benachbarten Orte Dreieichenhain oder Langen, der Zerstörung im zweiten Weltkrieg entgehen konnte.
Später las ich auf wikipedia, daß die Darmstädter Innenstadt sogar zu 99 % im 2. Weltkrieg zerstört wurde, damit war sie auf Platz 2 der am stärksten zerstörten Städte (hinter Pforzheim). Nach dem Krieg wurden einige repräsentative Bauten wieder aufgebaut, die alten Parks und Gärten gepflegt und ansonsten eine moderne Stadt errichtet.
Die Mathildenhöhe wollten wir an einem anderen Tag besichtigen (wenn möglich im Sommer), aber die Waldspirale von Hundertwasser wollten wir noch sehen.


Ab Schloß ging es in weitem Bogen über das moderne Konferenzzentrum mit alter Stadtmauer, zum ehemaligen Hof- und Landestheater, vorbei am Hessischen Landesmuseum - jetzt haben wir es immerhin schon einmal von außen gesehen - in den Herrngarten. 
Dort trafen wir jede Menge Pokemon Spieler (ich wusste gar nicht, daß das Spiel immer noch so beliebt ist) und besuchten im Prinz-Georg (Lust- und Nutz-Rokoko) Garten aus dem Jahre 1748, das wunderschön bemalte Prettlack’sche Gartenhaus


Vom Garten war leider zu dieser Jahreszeit noch nicht viel zu sehen, um so mehr erstrahlte das Gartenhaus mit seiner gefälligen Bemalung aus Zitrusbäumchen und Ziergittern. Die Bemalung wurde erst 2001 nach zeitgenössischen Vorlagen wieder angebracht, nachdem sie im 19. Jahrhundert übermalt wurde.
Im Haus befindet sich eine große freie Bibliothek, in der jeder Bücher ausleihen, mitnehmen und Bücherspenden vorbeibringen kann.


Beim Prinz Georgs-Palais verließen wir den Garten und liefen durch einige Straßen, bis wir ein stark verdichtetes Viertel voller postmoderner, gerader Standard-Apartmenthäuser erreichten, die sich allesamt mit der Bezeichnung ‚An der Waldspirale‘ schmückten, bis wir dann selbige erreichten. 
Die Waldspirale mit ihren goldenen Kuppeln und Türmchen, begrüntem Dach und ungeraden Linien, bildete einen seltsamen Kontrast zu diesem Viertel, das nach ihr benannt wurde.
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Danach ging es schnell mit der nächsten Straßenbahn zurück zum Bahnhof, denn mein Mann hatte leider keine Zeit mehr für den eigentlich geplanten Café-Besuch. 
Wir nahmen uns noch ein Stück Apfelstreuselkuchen von der Biobäckerei am Bahnhof mit nach Hause, und dann hatte uns Frankfurt auch schon wieder: A. arbeitete an seinem Laptop und ich setzte mich samt Streuselkuchen in den Garten. Es war ein herrlicher, warmer Frühjahrstag :)
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23. März 2018

Indische Restaurants in Frankfurt - Saravanaa Bhavan


Achtung: Dieser Artikel enthält Links, doch ich wurde nicht bezahlt um diese Webseiten oder die entsprechenden Restaurants zu bewerben.

Als wir in Ottawa wohnten, war das nächstgelegene indische Restaurant von unserer Wohnung, das südindische ‚Coconut Lagoon’. In Indien hatte ich zwar auch schon Idlis und Sambhar probiert - fand sie jedoch nicht sonderlich aufregend und vermutete daher, daß die südindische Küche vielleicht einfach nicht so meins ist. An einem kalten Wintertag beschlossen wir dennoch, das Restaurant einmal auszuprobieren, denn man konnte es zu Fuß erreichen, was praktisch war, weil der öff. Nahverkehr gerade für Monate bestreikt wurde.
Die Einrichtung war wie bei den meisten indischen Restaurants eher im Kantinenstil gestaltet (das hat sich zumindest jetzt geändert, wie Google mir zeigte) und während ich A. noch mit Verbesserungsvorschlägen der Wandgestaltung nervte, wurden die Vorspeisen serviert. Da ich überhaupt nicht wusste, was wir bestellen sollten, hatte mein Mann das übernommen.
Und dann war ich so begeistert vom Essen, daß ich eine Weile überhaupt nichts mehr sagte: Die Idlis waren frisch, das Medu Vada nicht zu hart, das Coconut Chutney wunderbar und selbst das Sambhar einfach nur lecker. Danach wurde ich ein Riesenfan der Curries, die so häufig mit Kokosnussmilch gekocht werden und damit etwas den Bogen zur thailändischen Küche spannen - und das Restaurant wurde zu einem unserer Lieblings-Ausgeh-Orte.
Wir besuchten zwar auch ‚normale‘ indische Restaurants, sprich nordindische Küche, aber ohne Kokos schmeckte mir mein Curry einfach nicht mehr so ^^

In Vermont gab es keine südindischen Möglichkeiten, höchstens Freunde, die hin und wieder Dosas oder Idlis zubereiteten. Deswegen waren wir auf Reisen häufig auch auf der Suche nach dem nächsten südindischen Restaurant: In San Francisco stießen wir dabei auf die Restaurant-Kette 'Udupi' und bekamen ebenfalls sehr gutes Essen; in New York hörten wir zum ersten Mal von der größten südindischen, vegetarischen Restaurant-Kette: Hotel Saravanaa Bhavan.
Das ‚Hotel‘ heißt dabei nicht, daß man Zimmer mieten könnte, denn Hotel und Gaststätte werden in Indien häufig als Synonym genutzt, selbst ein kleiner Straßenimbiss kann sich Hotel nennen.
Das Besondere an der Kette ist, daß sie sich in erster Linie als Anlaufpunkt für die indischen Arbeiter und Angestellten im Ausland sieht und nicht versucht, sich in irgendeiner Form den Landesgeschmäckern anzupassen. Daher gibt es die Restaurants auch nur an Orten mit hoher indischer Bevölkerung.

Als wir Ende September 2014, ein paar Tage in Frankfurt verbrachten (kurz bevor A. in das Gästehaus der Uni zog und seine Arbeit begann) wohnten wir in einem kleinen Hostel im Bahnhofsviertel, und quasi direkt um die Ecke lag das einzige Saravanaa Bhavan Deutschlands. Das fand ich so toll, daß wir in den wenigen Tagen gleich zweimal dort aßen und 2015 auch alle unsere Gäste und Besucher dorthin mitschleppten.
Das Ambiente ist wie immer Kantinenstil, das Essen leider nicht immer wunderbar, sondern man merkt schon etwas die Großküche dahinter.
Deswegen probierten wir auch ein anderes südindisches Restaurant in Frankfurt aus, ich möchte den Namen gar nicht sagen, aber das Essen war einfach so unterirdisch, der Innenraum wurde mit Außengastrahlern beheizt und es ging mir nicht sehr gut nach diesem Besuch. Also blieb nur Saravanaa Bhavan, wenn man mal Appetit auf Dosas hatte, aber 2016 / 2017 waren wir dennoch fast gar nicht dort zu Besuch.
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Einmal wollten wir jedoch unsere Vermieter sehr gerne mitnehmen und unseren einzigen, sich vegetarisch ernährenden Freund, der das Restaurant noch nicht kannte - und nach einigen mißglückten Anläufen, passte es am vergangenen Sonntag auf einmal zeitlich für alle - sowie eine Freundin, die wir spontan auch noch überreden konnten :)
Das Restaurant war wie immer voll bepackt mit indischen Familien - am Wochenende gibt es auch keine Reservierungsmöglichkeiten, sondern man muss bei Bedarf auf seinen Tisch warten. Der Service ist jedoch sehr schnell und die Küche sogar noch schneller.
Ich bestellte Paper Dosa, während der Mann den anderen bei der Auswahl behilflich waren - und wie immer schafften wir keinen Nachtisch, was wohl dem reichhaltigen Mango Lassi geschuldet war. Alles in allem war es ein vergnüglicher Abend und jetzt brauchen wir die Idee für ein neues Restaurant, das wir dringend einmal alle besuchen sollten :)



18. März 2018

Sonntagsblumen - Palmengarten

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Der Palmengarten ist der größte botanische Garten in Frankfurt und eine beliebte Sehenswürdigkeit. Als er im 19. Jahrhundert gegründet wurde, waren die Glashäuser und Palmen sicher eine große Attraktion - heutzutage haben viele Städte ähnliche Tropenhäuser, so daß es vielleicht nicht mehr die größte Neuigkeit darstellt.
Zwei Gärten, die mir da sofort einfallen sind z.B.: Die Biosphäre in Potsdam, die leider geschlossen wurde, weil es eben unmöglich ist, so eine Einrichtung ohne großzügige Fördergelder zu führen; und in Washington D.C. besuchten wir den United States Botanic Garden. Natürlich waren wir in den Jahren auch in vielen anderen botanischen Gärten von Berlin bis Vancouver, aber das sind die zwei, an die ich mich noch am Besten erinnern kann. 


In Frankfurt, bevorzuge ich selbst den ehemaligen botanischen Garten der Universität, der sich - bei freiem Eintritt - direkt neben dem Palmengarten befindet und neben einer ausgedehnten Dünen- und Heidelandschaft (sehr gut zur ersten Hilfe bei Heimweh), und dem Berggarten, auch einen gut sortierten Apothekergarten beinhaltet. 
Seit dem Umzug der biologischen Fakultät zum Riedberg, gehört das Gelände ebenfalls zum Palmengarten - es wurde aber noch nicht direkt angegliedert.


Es gibt jedoch eine Zeit im Jahr, wenn der Palmengarten immer wieder auf meiner Liste ganz oben steht… der (Vor-)Frühling.
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Es wächst noch nicht viel im Gelände, die ersten Frühblüher, oder in warmen Jahren vielleicht sogar schon die Magnolien und Kamelien. Aber die Bäume sind noch kahl, und es ist häufig eher kalt und ungemütlich - man kann erste Narzissenbeete (oder Schlüsselblumenwiesen) besuchen und wenn es zu kalt wird, steht man neben dem Wasserfall in den tropischen Gewächshäusern, oder verbringt einige Zeit in der ‚Wüste‘ stilecht mit Riesenkakteen und ausgeblichenen Tierschädeln.
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Dazu findet man wechselnde Ausstellungen und Messen und erfreut sich an diesem Anfang der Saison, der Ahnung an all die Fülle, die noch kommen mag… die Tulpen und Rhododendron, die Rosen und Hortensien.
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